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SF-Challenge, Station Sonne | "Das kommende Geschlecht" von Edward Bulwer-Lytton


Das kommende Geschlecht
(255 Seiten, Übers. von Michael Walter; ISBN-13: 978-3423127202)

Vril oder Eine Menschheit der Zukunft
(143 Seiten; Übers. von Guenther Wachsmuth; ISBN-13: 978-3723500231)

Roman von Edward Bulwer-Lytton
Erstveröffentlichung 1871

Bei einer Bergwerksbesichtigung stürzt einer von zwei Freunden in den Tod. Der andere, der namenlose Ich-Erzähler des Romans, begegnet an der Unglücksstelle ein Reptil von ungeheurer Größe und flieht tiefer in das Höhlensystem hinein. So stolpert er in eine unterirdische Welt, in der sich abgeschieden von der sonnenbeschienenen Erdkruste seit Jahrtausenden ein Teil der Menschheit ausgebreitet hat.
Das unbekannte Volk trägt Flügel, hat Automaten als Diener und nutzt das Vril, eine ebenso zerstörerische wie wohlwollende Macht.
Erst skeptisch, dann führsorglich wird der Ich-Erzähler aufgenommen. Nach und nach lernt er die fremde Kultur und ihre technologische Überlegenheit kennen. Zunächst fühlt er sich wohl, doch der Weg zurück ist ihm versperrt.

Die Handlung des Romans ist schnell erzählt, denn sie spielt ebenso wie die Figuren nur eine untergeordnete Rolle. Einen deutlich größeren Platz nimmt die Schilderung der Gesellschaft in all ihren vielfältigen Aspekten wie Schichtung, Herrschaft, Wissen, Geschlechtertrennung, Emotionalität, Zusammenleben, Fortschritt usw. ein. Diese faszinierende Gesellschaft wird in der ersten Hälfte vor allem durch ein Referat des Ich-Erzählers vorgestellt, in der zweiten mittels Dialogen. So kommt es vor allem im ersten Teil zu sichtlichen Längen und Durchhängern, die aber nicht über die zahlreichen ausgezeichneten Ideen und Anspielungen hinwegtäuschen.
Mit dem Wechsel des Erzählmodus wird auch ein Perspektivwechsel eingeleitet. Die zuvor ausgeprägt positive Darstellung kippt. Aus einer gesamtgesellschaftlichen Utopie werden tendenziell eine Dystopie und für den Ich-Erzähler ein Grauen.
„Das kommende Geschlecht“ ist aber mehr als ein utopisch-dystopischer Unterhaltungsroman. Es ist Spiegelbild seiner Zeit und birgt zahlreiche Anleihen an Diskurse der Entstehungszeit. Beispielsweise greift der Autor gezielt die Evolutionstheorie heraus und schildert die Abstammung des Menschen von Fröschen oder diskutiert ausführlich die Geschlechterrollen in der Höhlenwelt. Die Frauen sind den Männern nicht nur körperlich überlegen, sondern haben in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine hervorgehobene Stellung, so zum Beispiel im Rahmen der Partnerwahl.
Auffällig ist, dass die fortgeschrittene Technologie zwar allgegenwärtig scheint, aber keine zentrale Beachtung findet. Die einzige Ausnahme bildet das Vril, das nicht nur eine gewaltige Waffe darstellt, sondern auch der Ursprung jeder körperlichen und kulturellen Weiterentwicklung zu sein scheint. Was sich aus einer solchen literarischen Idee entwickeln kann, liest sich am einfachsten bei Wikipedia nach.

Laut dtv-Klappentext ist „Das kommende Geschlecht“ die Geburtsstunde der modernen ScienceFiction. Ob das zutrifft, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Zutreffend ist jedoch, dass „Das kommende Geschlecht“ oder auch „Vril oder Eine Menschheit der Zukunft“, wie es in älteren Übersetzungen betitelt ist, eine Zukunftsvision schildert, die allerdings nicht in der Zukunft spielt, sondern in einer unterirdischen Parallelwelt. Der Roman ist vor allem eine sehr differenzierte, facettenreiche und originelle Gesellschaftsutopie, deren Bewertung nicht eindeutig ist. Wer mit ScienceFiction Raumschiffe und Cyberspace verbindet, sollte deshalb nicht einfach nach dieser Lektüre greifen.
Wer aber bereit ist, auch zähere Passagen zu überstehen und das Fehlen eine Wendungsreiche Handlung oder auch nur jeglicher Spannung zu übersehen, der findet in „Das kommende Geschlecht“ ein ausgezeichnet geschriebenes Gesellschaftsportrait mit zahlreichen Anleihen an Geistesströmungen des 19. Jahrhunderts und einer Prise Abenteuerroman.

In der leider vergriffenen dtv-Ausgabe unterstützt ein umfangreicher Anhang samt Stellenkommentar, Nachwort von Günter Jürgensmeier und Briefen des Autors den Leser darin, die zahlreichen versteckten Anspielungen des Romans nicht zu überlesen.

7/10 Punkte
5.6.11 12:27


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raVenport Science-Fiction Challenge

Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, dass ich deutlich mehr ScienceFiction lesen müsste. Da kommt mir die raVenport Science-Fiction Challenge gerade recht. Es geht darum, dass die teilnehmer in den nächsten 10 Monaten 10 Bücher aus dem weiten Feld der ScienceFiction lesen werden. Zur Orientierung dienen dabei 10 Stationen, die namentlich auf Himmelskörper bezogen sind. Ziel ist es , zu jedem gelesenen Buch eine Rezension zu schrieben. Zu Gewinnen gibt es Buchpreise - und hoffentlich einen großen ELsespaß während der Challange.



Ich habe mit in den letzten Tagen eine kleine Leseliste zusammengestellt:



01. Station Sonne (Klassiker)


Edward Bulwer-Lytton: Das kommende Geschlecht


Anatole France: Die Insel der Pinguine


02. Station Merkur (Neue Science-Fiction)


Karla Schmidt (Hrsg.): Hinterland


Dirk C. Fleck: Das Tahiti-Projekt


03. Station Venus (Soft-Science-Fiction)


Doris Lessing: Mara und Dann


Juli Zeh: Corpus Delicti


04. Station Erde (Erdzentrierte Science-Fiction)


John Wyndham: Die Triffids


Carl Amery: Der Untergang der Stadt Passau


05. Station Mars (Kriege und Gewalt)


Ady Henry Kiss: Baker‘s Barn


Arkadi und Boris Strugatzki: Die bewohnte Insel


06. Station Jupiter (Space Operas)



Matthias Robold: Hundert Tage auf Stardawn oder Der Status des Menschen


Ray Bradbury: Die Mars-Chroniken


07. Station Saturn (Roboter und KI)



E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann + Die Automate


08. Station Uranus (Deutschsprachige Science-Fiction)


Juli Zeh: Corpus Delicti


Bernhard Kellermann: Der Tunnel


09. Station Neptun (Mehrweltengeschichten)


Neal Stephenson: Snow Crash


Ursula K. Le Guin: Die Geißel des Himmels


10. Station Pluto (Randerscheinungen)


Arthur Brehmer (Hrsg.): Die Welt in 100 Jahren


Karla Schmidt (Hrsg.): Hinterland




Das Schöne an dieser Liste ist, dass ich kein einziges der genannten Bücher kaufen muss. Sie finden sich alle irgendwo ungelesen in den tiefen meiner Bibliothek.

Ich habe in der Regel zwei Bücher aufgeführt, damit ich noch immer spontan entscheiden kann, auf welches ich gerade mehr Lust habe. Nur bei der siebten Etappe habe ich mich schwer getan, da ich im Rahmen meienr Bachelorarbeit in diesem Feld sehr gewütet habe. Ich kenne und habe eifnach nichts mehr, dass ich noch lesen könnte, zumindest was künstliche Menschen betrifft.

Bei vielen dieser Bücher bin ich mir nicht sicher, ob ich sie wirklich richig zugeordnet habe. Aber weder kommt es genau darauf an, noch könnte ich das ja überhaupt tun, ohne sie vorher gelesen zu haben.

Also lese ich sie jetzt.
29.5.11 12:23


Erschienen: DIE WANDERDÜNE | Tatsächlich geht es weiter …

Erschienen: DIE WANDERDÜNE | Tatsächlich geht es weiter … Da dreht man sich zweimal um und schon sind sieben Monate vergangen. In dieser Zeit ist einiges passiert, manch sehr Trauriges, manch Schönes. Viel, das nicht hierher gehört. Tatsächlich gibt es aber wenig schönere Orte, um zu verkünden:

Mein erster Roman ist erschienen!

Die Wanderdüne.
Ein phantastischer Mosaikroman.
von Felix Woitkowski (Das bin ich.)

161 Seiten, Softcover & Ebook
ISBN 978-3-940582-48-5
Preis : 11,-€ (D)
Zu bestellen u.a. hier und hier und bei mir.

Der Klappentext:
Eigentlich wollte Jonathan nur seinen heißgeliebten Rummel besuchen. Doch während er die Vorstellung in einem alten Zelt genießt, verwischt die Welt. Gerüche, Geräusche, Gesichter verschwinden. Plötzlich findet er sich im Strudel ungebändigter Gewalten wieder. Als die Illusion endet, verlässt Jonathan erleichtert das Zelt - und wird zum Gefangenen der Stadt, im Joch der Wanderdüne.

Auf der Suche nach einem Ausweg dringt Jonathan immer tiefer in das sich stetig verändernde Straßengewirr der Stadt ein, die von einer unüberwindbaren Mauer geteilt wird. Er trifft auf puppenhafte, menschliche Wesen - hohl abweisend, einem geheimen Ruf folgend.

Ein einziges Buch, das Gustav Samuel vor Jahren verfasste und danach verschwand, erzählt Jonathan die Geschichte der Stadt. Weder Vergangenheit noch Zukunft berühren sie - und doch bedeutet sie sowohl Leben als auch Tod für ihre Bewohner. Aber weshalb hat es ausgerechnet ihn in diese albtraumhafte Agonie gezogen?

Der Autor Felix Woitkowski bezeichnet sich als Büchernarr und Textmensch. Mit seinem Debüt "Die Wanderdüne" gelingt ihm ein packender Roman voller surrealer Phantasmen und Schauer.

Es ist ein großartiges Gefühl … und ich bin ein wenig stolz darauf.



Was sonst noch so geschehen ist:
- Anlässlich des Erscheinens meines Romans habe ich endlich mal die Liste meiner Veröffentlichungen aktualisiert. Zwei neue sind hinzugekommen, zwei Wiederveröffentlichungen und zwei Ankündigungen für dieses Jahr. Es geht also weiter.
- Am 10. April habe gebe ich zusammen mit den Geschichtenwebern eine Steampunklesung auf dem DortCon.
- Die Anthologie, die im Rahmen meiner Masterarbeit entsteht, nimmt mit großen Schritten Gestalt an. Die Autoren führen uns Leser in eine phantastische Unterwasserstadt. Ich bin wirklich gespannt, wie es damit weitergehen wird, zumal die Autoren möglichst viel zusammenarbeiten und sich gegenseitig inspirieren.
- Ich gebe eine weitere Anthologie heraus. Die Ausschreibung dazu läuft noch. Diesmal suche ich Schlusskapitel ungeschriebener Romane. Mehr Informationen gibt es hier.
- Über Weihnachten hat sich meine alte, eigentlich nicht mehr existierende, aber trotzdem ziemlich lebendige Band eyesore im privaten Tonstudio vergraben. Seitdem wird eifrig an der ersten CD gebastelt. Natürlich alles ganz privat. Deshalb besser … pssst.
- Übrigens! Mein. Erster. Roman. Ist. erschienen! Juhu!

21.3.11 20:55


Es geht weiter.

Auch wenn ich im Gästebuch bereits wurde, seid euch gewiss, ich lebe, arbeite, schaffe noch fleißig. Nur leider haben sich die Baustellen ein wenig aus diesem Blog verlagert. Zum einen ist da noch immer mein Studium, das mich ziemlich in Beschlag nimmt, zum anderen laufen einige Projekte nebenher, die meine Aufmerksamkeit fordern.

Deshalb hier mal ein kurzer Abriss über das, was im Moment bei mir geschieht:

- Die Storyolympiade-Anthologie ist fertig lektoriert und im Satz. Die erste Hälfte der Druckfahnen liegt bereit und wartet nur darauf, von mir durchgearbeitet zu werden.
- Die Steampunk-Anthologie steht kurz vor Drucklegung. Heute habe ich die fahnen zu meiner Geschichte durchgesehen, die letzten Fehler gefunden und hoffe jetzt, dass es schnell geht. Meine „Puppenspieler“ ist eine der stärksten Geschichten, die ich bisher geschrieben habe, und ich habe wirklich bedauert, als ich sie heute durchging, dass ich sie nicht unvoreingenommen lesen kann. Das ist wirklich ein Ärgernis als Autor (aber nicht das schlimmste).
- Für eine andere Anthologie hat sich, nachdem das Projekt lange auf Eis lag und das Herausgeberteam wechseln musste, endlich einen Verlag gefunden. Manchmal kommt es einfach anders als geplant und, wenn das Leben uns übel mitspielt, kündigt es das selten vorher an. Jetzt geht es auf alle Fälle weiter. Damit kann auch auf absehbare Zeit endlich das „Irgendwann“-Bild aus der Covervorschau genommen werden.
- Mein Roman sucht eifrig weiter einen Verlag.
- Damit es mir nicht langweilig wird, verbinde ich die nächsten Monate meine Tätigkeit als Student mit der als Herausgeber und erforsche einfach das, was ich selbst spannend finde: Kollaboratives Schreiben in einem Anthologieprojekt. Interesse? Dann schaut einmal hier vorbei: http://kollaborativesschreiben.myblog.de/

Wir ihr seht, es geht weiter.
Ja, das ist eine Drohung.
11.8.10 00:20


Kill all the poets, and throw all their useless books away. (aus "Sea eyes" von Amber Smith)

Nachdem ich letzte Woche den Showdown aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ für ein Referat zur Filmanalyse verwendet hatte, war mein Plan, heute mal wieder diesen großartigen Film in voller Länge zu gucken. Ich hatte Ruhe, hatte Zeit, nur eins fehlte mir: die DVD. Bis jetzt weiß ich noch immer nicht, wo sie liegt.
Also durfte ich meinen Abend anders gestalten. Mein WG war leer, fast still, aber weil ich heute schon im Zeug geschlafen hatte, war an lesen nicht zu denken. Trotzdem war ich längst wieder zu fit, um früh schlafen zu gehen.
Also habe ich nach einigem ziellosen Hin- und Hergesurfe das Licht gelöscht. Bei fast vollständiger Dunkelheit – nur das Licht eines gegenüberliegenden Balkons drang leicht durch die Vorhänge – ließ ich mich fallen und lauschte fast zwei volle Stunden lang einfach nur Musik.
So sehr ich Musik liebe, hasse ich es mittlerweile außerordentlich, ständig von irgendeinem Gedudel umgeben zu sein, in Radio und Fernsehen, durch fremde Handys und Kopfhörer, in Geschäften, im Zug, im Bus, in der Uni, immer. Schrecklich. Einen MP3-Player besitze ich, habe ihn aber seit Jahren nicht mehr benutzt und vermisse es kein bisschen. Dafür mag ich es umso mehr, ganz bewusst und aktiv der Musik zuzuhören, die ich mag. Leider komme ich viel zu selten dazu.
Heute Abend hat es geklappt.
Begonnen habe ich mit dem Album „Reprint“ von Amber Smith, eines meiner liebsten, das mich allerdings auch schnell nervt, wenn ich nicht die Ruhe dafür habe. Danach habe ich ein paar Titel von Groombridge, Aaron, Tool und Long Distance Calling gehört.
Ich habe sie gehört, gegrübelt, geträumt, gelauscht – und nichts weiter.
Gefehlt hat mir Eels’ „Blinking Lights and Other Revelations“, das ich nicht zur Hand hatte. Aber dann werde ich halt ein andermal wieder danach greifen.
Jetzt ist das Licht wieder an und ich hole mich mit der Band Chickenfoot zurück in die Wirklichkeit, um aber nun wirklich schlafen zu gehen.
17.5.10 00:31


Pssst!

Letztes Jahr vollendete ich meinen phantastischen Mosaikroman, wie ich ihn nenne, meine "Wanderdüne". Seitdem bin ich mal mehr, mal weniger aktiv auf der Suche nach einem Verlag, der mit mir aus dem Manuskript ein Buch machen wird.



Jetzt habe ich einen ersten Kontakt geknüpft. Damit hat die Suche aber trotzdem noch lange kein Ende. Denn mit dem Verlag wird aus der "Wanderüne" zunächst nur ein eBook werden. Für eine Printversion schauen wir uns derzeit gemeinsam nach einem weiteren Partner um.
Drückt mir die Daumen!

Sobald alles etwas spruchreifer ist, werde ich mich dann hier auch etwas konkreter zu allem äußern.

Jetzt setze ich mich aber erstmal wieder an die lektorierte Fassung des Manuskripts und bügel die Fehler aus, die ich besser gar nicht erst gemacht hätte.
9.5.10 23:49


Nennen wir es Nachdacht.

Für die einen ist der 1. Mai ein Tag zum Feiern, Wandern, Radfahren, Grillen und Trinken. Andere sehen darin ein politisches Datum, gehen auf die Straßen, protestieren und gegenprotestieren.
In Berlin war wieder mal eine Demo Rechtsextremer angemeldet und genehmigt worden. Wie immer versammelte sich Widerstand. Das alles ist nichts Neues. Alljährlicher Alltag? Vielleicht.
Doch war diesmal etwas anders. Wolfgang Thierse beteiligte sich an den nicht genehmigten Aktionen der Gegendemonstranten. Mehrere aufnahmen zeigen ihn, wie er ausdrücklich friedlichen Protest befürwortet und später von Polizisten von seinem Platz in einer Sitzblockade herausgeholt wird.
Seitdem ich diese Bilder gesehen habe, überlege ich, wann ich das letzte Mal einen deutschen Politiker in einer ähnlichen Situation gesehen habe. Bisher habe ich noch keine Antwort gefunden.
Populismus wird Thierse nun in den Foren großer Nachrichtenportale vorgeworfen. Manche Kollegen und Polizeigewerkschaftler finden noch deutlichere Worte der Missbilligung. Natürlich gibt es auch Stimmen, die seine Handlungen ausdrücklich begrüßen.
Ich stehe eher bei letzteren, kann aber oftmals die Wortwahl, den Stil, den Ton und ihre Argumentation nicht teilen. Ich fühle nicht unter denen wohl, die neben Zustimmung und Ablehnung nichts kennen, nichts zwischen Helden- und Verbrechertum.
Es hat den Anschein, dass Wolfgang Thierse nach Aufforderung der Polizei nicht zu schnell, aber bald und von sich aus seinen Platz in der Sitzblockade verlassen hat. So sieht niemand aus, der sich gegen die Staatsgewalt zur Wehr setzt oder öffentlichkeitswirksam die Demokratie um jeden Preis verteidigen will. So sieht jemand aus, der aus Überzeugung hinter seinen Handlungen steht und weiß, wann er ein angemessenes Zeichen gesetzt hat.
Ein Held trägt eine glänzende Rüstung, nicht ein Jacke, die aus der Vor-Schröder-Zeit stemmen könnte.

Tocotronic haben zu dem besten Lied ihres neusten Albums ein Video veröffentlicht: Im Zweifel für den Zweifel.
http://www.myvideo.de/watch/7452076/Tocotronic_Im_Zweifel_fuer_den_Zweifel

Was das mit dem vorherigen zu tun hat? Ich bin mir nicht sicher.
Über beides, das Lied und Wolfgang Thierse, denke ich nach und werde es weiter tun.
Vielleicht komme ich damit ja mal an ein Ende. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.
2.5.10 23:59


Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest.
Möge alles genau so wie, wie ihr es euch erhofft und auf keinen Fall anders.

Wie angekündigt habe ich m eien aktuelle Weihnachtsgeschichte hochgeladen. Ihr findet sie hier (einfach auf den Link klicken).
Falls ihr ihr zwischen den Feiertagen ein wenig Zeit und Muße habt, schaut sie euch doch einmal an. Es ist vielleicht nicht mein größter Wurf geworden, aber trotzdem eine kleine, eigenwillige Weihnachtsgeschichte, wie sie nicht überall zu lesen ist und wie ich sie mag. Viel Spaß dabei!
23.12.09 02:46


Endlich wieder geschrieben!

Ich habe gerade etwas getan, zu dem ich seit 3 Monaten nicht mehr gekommen bin: Ich habe mich hingesetzt und habe eine ganze Geschichte heruntergeschrieben.
Wie ich das vermisst habe!
Die Idee dazu kam mir Freitag in den morgendlichen Nachwehen eines sehr ausgiebigen Feuerzangbowle-Abends. Heute habe ich mich einfach dazu gezwungen, auch wirklich anzufangen.
Jetzt habe ich den letzten Satz geschrieben, bin völlig fertig und müde, aber so zufrieden wie lange nicht mehr.
Bei all dem Kram und der ganzen Arbeit, die ich derzeit mit mir herumtrage, den Nachrichten aus der Welt, über die ich mich nur aufregen könnte, dem scheinbaren und dem wirklichen Zeitmangel und überhaupt - in der letzten Wochen habe ich einfach vergessen, wie gut es mir tut, mich einmal aus der Welt auszuzklinken und in eine andere hinabzutauchen.
So sehr ich mich doch immer wieder über eine Veröffentlichung freue, Gründe, warum ich schreibe, sind andere.
Dazu gehört sicherlich, dass ich, wenn ich Geschichten erfinde und sie niederschreibe, ein anderer bin. Dann vergesse ich die Welt um mich herum, das Zimmer in dem ich sitze, die Uhrzeit, Verpflichtungen und Stress und Unvermögen. Dann erstirbt die Stimme des ewigen Selbstkritikers in mir. Dann bin ich bei mir und keiner beobachtet mich, nicht einmal ich mich selbst.

Ich sollte öfter schreiben. Das habe ich heute wieder gemerkt.
Aber es gelingt mir viel zu selten zurzeit.

Herausgekommen ist übrigens eine Weihnachtsgeschichte, vielleicht nicht die netteste und bestimmt ist sie nicht so lustig wie die letzte dieser Art, die ich vor zwei Jahren schrieb. Trotdzem haben die Geschichten starke Parallelen und werden beide sicherlich nie in einer ordentlichen Weihnchtsanthologie landen. Dafür sind sie einfach zu eigenwillig.
Ich werde sie mir morgen noch einmal ansehen, etwas überarbeiten und dann vielleicht, wenn sie mir gefällt, über Weihnachten hier online stellen.

Jetzt packe ich aber erstmal ein paar Geschenke ein. Um diese Uhrzeit wird mich wohl niemand dabei unverhofft überraschen.
20.12.09 00:27


Dies und das

Mein Studium schränkt mich noch immer zeitlich ziemlich. Deshalb wird es hier auf absehbare Zeit auch nicht lebhafter. Trotzdem möchte ich mal wieder ein paar Neuigkeiten verkünden.

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Die diesjährige Storyolympaide ist längst zu Ende. Wir haben 241 EInsendungen erhalten und die Vorjury arbeitet fleißig daran, alle Geschichten zu lesen und zu bewerten.
Auf www.storyolympiade.de gibt es auch schon die ersten Zwischenstände.

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Er ist schon fast sop lange her, dass ich mich schäme, noch gar nichts darüber geschrieben zu haben: der BuchmesseCon in Dreieich.
Dabei war es wirklich ein toller Tag, an dem ich viele Menschen getroffen habe, die ich bisher - zum Teil seit Jahren - nur aus dem Internet kannte.
Die Lesung lief ebenfalls gut. Leider hatten wir aufgrund des späten Programmplatzes nur sehr wenige Zuhörer, doch wahrscheinlich habe die wenigen jedoch intensiver zugehört als als der Großteil der Schüler bei der Lesung in Dortmund im April.
Hier auf Youtube gibt es ein paar Fotos von dem Con zu sehen. Sehr weit hinten tauche ich auch einmal auf.

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Von meinem Roman gibt es derzeit leider nichts Neues. Ich hoffe aber jeden Tag auf Antwort von einem Verlag.

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Dafür gibt es Neuigkeiten zu unserem Steampunk-Projekt. Die Anthologie wird im Arcanum Verlag aus Dortmund erscheinen, mit dem ich zusammen auch schon "Von Dolch und Stundenglas" herausgebracht habe.
Ein erstes Interview (mit Herausgeber Stefan Cernohuby) zu dem Projekt ist hier zu finden.
18.12.09 19:39


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